DRK Waldenbuch

Für Sie aktiv in Waldenbuch – Aus Freude am Helfen

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Die Einsatzeinheit (EE) ist eine taktische Einheit des Bevölkerungsschutzes. Sie ersetzte nach Ende des Kalten Krieges in einigen Bundesländern die früheren Katastrophenschutzzüge (Sanitäts- und Betreuungszüge). Im Gegensatz zu diesen kombiniert die Einsatzeinheit die Katastrophenschutzfachdienste Betreuungsdienst und Sanitätsdienst, weshalb sie flexibler und umfangreicher einsetzbar ist.

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Das in der Regel ehrenamtliche Personal wird von den verschiedenen Hilfsorganisationen wie Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Deutschen Roten Kreuz (DRK), Johaniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) sowie alternativ von Bundes-Regie-Einheiten gestellt. Das Material sowie die Fahrzeuge werden hauptsächlich vom Bund und den Bundesländern, teilweise aber auch von den Hilfsorganisationen finanziert.

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Einsatzeinheiten im Landkreis Böblingen

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Im Landkreis Böblingen sind durch das DRK 4 Einsatzeinheiten aufgestellt, welche beispielsweise bei Massenanfällen von Verletzten, Evakuierung von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Schulen sowier zur Vermisstensuche in den Einsatz kommen. Auch bei planbaren Szenarien wie Großveranstaltungen kann eine Einsatzeinheit zum errichten eines Behandlungsplatzes eingesetzt werden.

Über die Grenzen des Landkreises hinweg können die Einsatzeinheiten in ganz Baden-Württemberg und auch Bundesweit im Katastrophenfall zum Schutz der Bevölkerung zum Einsatz kommen.

Die Einsatzeinheiten verteilen sich regional auf den nördlichen, südlichen, westlichen und östlichen Teil des Landkreises. Im Einsatzfall rücken die Leistungsmodule oder die gesamte Einsatzeinheit aus dem nicht betroffenen Teil des Landkreises zur Schadenslage vor.

Das DRK Waldenbuch ist im Einsatzfall Bestandteil der Führungsmannschaft der Einsatzeinheit Böblingen 4 Ost.

Ausstattung und Aufbau

Die Personalstärke einer Einsatzeinheit  beträgt in Baden-Württemberg 32 Einsatzkräfte (Stärke: 3/5/24/32). Sie ist in vier Module bzw. Schnelleinsatzgruppen (SEG) aufgeteilt:

Führungstrupp (Zugtrupp)ee_zugtrupp

Der Führungstrupp besteht aus einem Zugführer, einem Zugtruppführer bzw. stellvertretenden Zugführer, einem Zugarzt, zwei Gruppenführer und einem Führungshelfer der Einsatzeinheit. Die Beschaffung und Ausstattung des Führungsfahrzeuges erfolgt i.d.R. durch die Hilfsorganisation. Der Führungstrupp führt den Einsatz im zugewiesenen Einsatzabschnitt. Er koordiniert die unterstellten Gruppen und ist die Verbindung zur übergeordneten Einsatzleitung. Die Technische Einsatzleitung wird durch einen Fachdienstberater unterstützt und dieser hält die Verbindung zum Zugtrupp. Über diesen Weg werden auch die Einsatzaufträge an die Einsatzeinheit übermittelt.


SEG-Sanitätsdienstee_erstversorgung

Die SEG-Sanitätsdienst besteht aus neun Helfern und zwei Fahrzeugen. Sie führt benötigtes Material an die Einsatzstelle und unterstützt Notärzte und nichtärztliches Rettungsdienstpersonal bei der Versorgung von Verletzten oder Erkrankten. Im Schadensgebiet kann die Gruppe bei der Erstversorgung und Behandlung von Patienten eingesetzt werden. Sie kann notwendige Infrastruktur, wie Patientenablagen oder Behandlungsplätze mitbetreiben. Darüber hinaus kann sie unabhängig von der Einsatzeinheit als einzelne SEG eingesetzt werden. Sie kommt somit auch u.U. bei kleineren Schadenslagen zum Einsatz. Es können i.d.R. 20 Verletzte selbstständig versorgt werden.


SEG-Transportee_transport

SEG-Transport besteht aus vier Helfern und zwei KTW und dient primär der Verstärkung des Rettungsdienstes mit qualifiziertem Personal oder dem Transport von Patienten bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten (MANV) und sind mit einer Vielzahl von Fahrzeugen für den Patiententransport ausgestattet. Die Transportgruppe kann als einzelne SEG eingesetzt werden und ist somit auch für Einsätze unterhalb der Katastrophenschwelle verfügbar.


SEG-Technik & Sicherheitee_tus

Diese SEG ist besteht aus vier Helfern und ist mit ihrem GW-TuS unterstützend tätig. Sie unterstützt die anderen Gruppen im Einsatz durch Erstellung bzw. Sicherstellung der Infrastruktur und übernimmt die sicherheitstechnische Absicherung der gesamten Einsatzeinheit im Einsatz. Zu den Hauptaufgaben des Trupps Technik und Sicherheit gehören die Bereitstellung von Strom, im Allgemeinen durch Notstromaggregate erzeugt, sowie die Gas- und Wasserversorgung und ggf. die Ausleuchtung des Einsatzgebietes. Des Weiteren ist es Aufgabe des Trupps Technik und Sicherheit die allgemeine Betriebssicherheit aller Anlagen im Einsatzbereich sicherzustellen und auf die Einhaltung der Arbeitsschutz-, Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften zu achten.


SEG-Betreuung & Logistikee_betreuung

Diese SEG besteht aus neun Helfern und einem MTW und einem LKW bzw. GW-Log inkl. Feldküche. Die Betreuungsgruppe kann als einzelne SEG eingesetzt werden und ist somit auch für Einsätze unterhalb der Katastrophenschwelle verfügbar. Eine Betreuungsgruppe kann alleine 150 Betroffene versorgen und betreuen.

Abbildungen der Module: DRK Ortsverein Böblingen

Personal

Die Personalstärke einer SEG beträgt typischerweise zwischen 8 und 16 Helfer (Gruppenstärke). Die Helfer sind in der Regel ehrenamtlich tätig und gehören einer Hilfsorganisation an. Mancherorts wird eine SEG von verschiedenen Hilfsorganisationen in Kooperation oder durch bundeseigene Regie-Einheiten gebildet. Die Ausbildung entspricht der jeweiligen Aufgabe, dazu gehören Kenntnisse im medizinischen Bereich (Sanitäter, Helfer mit weitergehender rettungsdienstlicher Ausbildung, Ärzte), Einsatztaktik, Material- und Technik, soziale Betreuung, Aufbau und Betrieb von Unterkünften, Verpflegung von Betroffenen, Logistik, Ver- und Entsorgung.

Alarmierung

Das Personal ist in der Regel mit Funk- bzw. Digitalmeldeempfängern (FME/DME) ausgerüstet und wird nach Bedarf von der Leitstelle alarmiert. Selten sind auch Telefonketten oder automatische SMS-Alarmierungen üblich. Außerdem existieren Systeme, bei denen die Helfer automatisch auf dem Telefon oder Mobiltelefon angerufen werden, eine aufgezeichnete Nachricht mit dem Meldebild wiedergegeben wird und eine Rückmeldung der Einsatzkraft entgegennimmt.

Ausbildung

Jeder Helfer der Einsatzeinheit erhält eine Grundausbildung in der grundlegende Kenntnisse in Einsatztaktik, Sanitätsdienst, Betreuungsdienst und Technik und Sicherheit vermittelt werden. Danach folgt die Fachdienstausbildung in dem für den Helfer vorgesehenem Katastrophenschutzfachdienst und notwendige Funktionsausbildungen. Für Führungspositionen vorgesehene Einsatzkräfte besuchen darüber hinaus die Ausbildungsgänge für Trupp-, Gruppen- oder Zugführer. Die genaue Ausgestaltung dieser Ausbildungsmodule ist sowohl Hilfsorganisations- als auch Landesspezifisch stark unterschiedlich.

 

Die Texte auf dieser Seite entstanden in Kooperation mit dem DRK Abstatt.

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