DRK Waldenbuch

Für Sie aktiv in Waldenbuch – Aus Freude am Helfen

Eingetragen von drk_waldenbuch_admin am 31.03.2018

Lange wurde über die konkreten Anforderungen gestritten, immer wieder bei den Ausstattungsmerkmalen nachjustiert und optimiert. Heute endlich können die ehrenamtlichen Mitglieder der Helfer-vor-Ort-Gruppe in Waldenbuch ihr erstes Pferd in den Einsatzdienst Übernehmen.

Waldenbuch, 01.04.2018:
Die Verbesserung der Ausrückzeiten ist der Hauptgrund, warum bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften nun teilweise umgesattelt wird. Unter anderem sei durch die Verkehrssituation im Altstadtkern (Zeitweise wechselseitige Nutzung der beengten Marktstraße, durch welche zu mehren Lebensbedrohlichen Notfällen nicht ausgerückt werden konnte; Parksituation um den Marktbrunnen durch welche Teile der Altstadt mit Einsatzfahrzeugen nicht erreicht werden können; regelmäßig verkehrswidrig im Halteverbot vor den Toren des DRK abgestellte PKW und LKW) teilweise sehr chaotisch. Auch bei Notfällen im öffentlichen Raum soll der Einsatz der Pferde Vorteile bringen – bei Großveranstaltungen finden unsere Helfer durch die erhöhte Sicht des Reiters verletzte Personen in der Menschenmenge schneller, bei Einsätzen im Gelände kommen die Einsatzkräfte zügig voran und bei Evakuierungen unterstütz der Reiter vom Rücken von „Rotzi“, so der Name des Isländers, effektiv die Lenkung von Personenströmen.
Zu guter letzt kann der Einsatz von Tieren beruhigend auf Menschen wirken und erhöht die Hemmschwelle für Gewaltanwendung effektiv. In Konfliktsituationen, wie sie im Rahmen der Bewältigung von Notlagen immer häufiger werden, kann die reine Präsenz von Pferden Angreifer beispielsweise zum Zurückweichen zwingen.

Betreut wird unser Einsatzpferd, nach der bürokratischen Hürde der Austattungsrichtlinie formal als „Sanitätskraftrad“ mit dem Funkrufnamen „RK BB 73/76-1“ geführt, von 12 Helferinnen und Helfern der extra ins Leben gerufenen Reiterstaffel, welche sich im letzten halben Jahr aufwändig für den Einsatz zu Pferd qualifiziert haben.

Der Einsatz von Pferden soll die von uns Vorgehaltenen Einsatzfahrzeuge zwar nicht ersetzen, sollte sich der auf ein halbes Jahr angesetzte Testbetrieb des 5-Gängers, welcher aufgrund der aktuell anbahnenden Fahrverbote zu 100% mit biologisch abbaubare Kraftstoffen betrieben werden kann, als zielführend erweisen, so wird bereits die ergänzende Beschaffung eines Materialponys erwogen.

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